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Im "Ideen-Pool ... zeigen, wie Natur berührt" stellen wir Möglichkeiten vor, in künstlerisch-kreativen Projekten und Aktionen das Thema "In den Künsten zeigen, wie Natur berührt" umzusetzen.

  1. Klang und Farbe (C) PacherMag.a Alrun Pacher arbeitet künstlerisch mit Kindern und Jugendlichen zu "Klang und Farbe". Dabei verbindet die nicht nur die beiden künstlerischen Ausdrucksmedien sondern thematisiert Beziehungen zwischen Wahrnehmungen und Eindrücken der Welt- und Naturbegegnung und den Möglichkeiten künstlerischer Verarbeitung. Die Reflexion der Werke von Paul Klee spielt dabei eine besondere Rolle. Der Beitrag wurde beim Int. Polyaisthesis Symposium 2020 präsentiert und liegt schriftlich vor.

  2. Gerhard Laber experimentierte in einem naturbelassenen, höhlenförmigen Wassergerinne des Parks in Salzburg-Aigen mit den naturgegebenen Klängen und Effekten. Er spielte korrespondierend dazu Klänge ein, zu deren Strukturierung er sich von den dichterischen Formen japanischer Haikus beeinflussen ließ. Die Ergebnisse wurden beim Int. Polyaisthesis Symposium 2020 präsentiert und liegen als Videobeiträge vor.

  3. aesthetische OrteDDr. Dietmar Jürgens, Prof. für Ästhetische Bildung, führte im Studienjahr an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen in Köln ein Seminar mit dem Titel "Natur als Ort der ästhetischen Bildung". In seiner Zusammenfassung präsentierte er am Int. Polyaisthesis Symposium 2020 die divergenten Erfahrungsorte, die seine Studierenden ausgemacht hatten. Für weitere Projekte können wir diese Erfahrungen zur Verfügung stellen und freuen uns, weitere Orte gesammelt und erkundet zu wissen...




  4. manukeDie pandemiebedingt verordnete gesellschaftliche Distanz nimmt der Wiener Maler, Komponist und Performancekünstler Wolfgang Seierl zum Anlass seiner Bilderserie, die er unter dem, aus dem Japanischen abgeleiteten Titel „Manuke“ am Int. Polyaisthesis Symposium 2020 präsentierte. Seine Arbeiten problematisieren zwischenmenschliche Nähe und Distanz, auch als Reflexion inhaltsverwandter philosophischer Texte. Wir können den Kontakt herstellen und weitere Einblicke verfügbar machen. 


  5. Nakaji TokyoDr. Masayuki Nakaji, Prof. für Musikpädagogik an der Gakugej-University Tokyo, untersuchte japanische Kinderliedtexte auf ihren Zusammenhang mit Natur. Der ästhetische Einbezug der Naturereignisse ist für die japanische Kulturtradition eine Selbstverständlichkeit.  Aber empfinden das moderne japanische Jugendliche auch so? - Und wie gehen europäische Jugendliche damit um, fragt Prof. Nakaji. Vielleicht bekommen wir eine Antwort über neue Projekte? Wir stellen jedenfalls die Kommunikation mit Tokyo her. 


  6. Kumher,Alex on airDer Idee, den Anblick der Erde aus der Perspektive von Astronaut*innen für interdisziplinäre Bildungszusammenhänge fruchtbar zu machen, geht der Religionspädagoge und Medienwissenschaftler Ulrich Kumher nach. Bei seinem Projekt setzen Schüler*innen diesen Anblick künstlerisch um und machen damit auf verschiedene Möglichkeiten dieser Perspektive aufmerksam.  … Wir stellen gern die Grafikvorlage in Originalgröße sowie weitere Informationen zur Verfügung und knüpfen Kontakte ...


  7. Karpati RomaVisual Literacy ist das Forschungsgebiet von Univ. Prof. Dr. Andrea Kárpáti an der Corvinius Universität Budapest. Im Int. Polyaisthesis Symposium 2020 präsentierte sie Reflexionen von Naturwahrnehmung und -erfahrung durch Roma-Jugendliche und Künstler*innen. Die tiefere, eingehende Befassung mit deren künstlerischen Darstellungen öffnet neue, positiv geleitete Zugänge. Das schafft neue Perspektiven für interkulturelle Begegnungen - auch andernorts als in Ungarn. Eine Fülle künstlerischer Beispiele steht bereit.


  8. ExpressiveArts"Expressive Arts" nennt sich das Konzept ästhetischer Ausbildung an der European Graduate School mit Hauptsitz in Saas Fee im Schweizerischen Wallis. Ursprünglich mit kunsttherapeutischem Ansatz gegründet, befasst sich Expressive Arts heute mit den grundsätzlichen Möglichkeiten, die Gefühlslagen, die seelischen Bedürfnisse und Sehnsüchte des Menschen durch künstlerisches Handeln auszudrücken, sie auf verschiedenste Art in künstlerischen Ausdruck zu transformieren. Dass die Beziehung zur Natur dabei einen wesentlichen Inhalt darstellt, versteht sich von selbst. Aber die Vielfalt der künstlerischen Umsetzungen macht die Sache interessant. Wir stellen dazu die Verbindung zu Barbara Hielscher-Witte, Direktorin des Expressive Arts Institutes Berlin her und können auch selbst Weiteres dazu berichten.

     
  9. Fühlen was die Welt fühlt, CoverProf. Dr. Joachim Bauer schreibt im Buch "Fühlen, was die Welt fühlt. Die Bedeutung der Empathie für das Überleben von Menschheit und Natur": "Leider scheint sich der moderne Mensch im gleichen Maße, in dem Objekte wie das Handy inzwischen zu einem Teil seines Selbst geworden sind, von der inneren Verbundenheit mit der Natur abgeschnitten zu haben." (2020, 28) Polyästhetische Bildung nahm den Kontakt zu Prof. Bauer auf. Daraus ergeben sich zwei Handlungsansätze: Wie lässt sich "innere Verbundenheit mit der Natur" künstlerisch ausdrücken? Und wie lässt sich künstlerisch ausdrücken, von ihr abgeschnitten zu sein?  Auch die nächsten drei Ideen beziehen sich auf "Fühlen, was die Welt fühlt." von Joachim Bauer.

  10. Wo endet unsere "eigene Natur"? Nicht an den Grenzen unserer Haut, folgt man Joachim Bauers Ausführungen (a.a.O., 28). Smart-Phones, Accounts in Social Media sind Teil unseres "Extended Self". Das gibt ein interessantes Spielfeld für die Bildenden Künste, für den Tanz und die Schauspielkunst!

  11. Die ersten Feste des Menschen waren "Feste in der Natur, mit der Natur und für die Natur", erinnert Joachim Bauer und meint, "Über die Gründe, warum die am Abgrund stehende Natur und die Gefühle, die wir dabei empfinden, im Bereich der zeitgenössischen Kultur, der Musik, im Theater, in Gedichten oder Romanen unserer Tage kaum vorkommen, kann man nur spekulieren." (a.a.O., 142) Künstlerisch-kreativ spekulieren, das liegt jungen Leuten, meinen wir und rufen dazu auf.

  12. "Wir sind aufgerufen, uns in unserer inneren Haltung und mit unserem Verhalten gegenüber der Natur neu aufzustellen. Die Natur ist für den Menschen nicht nur ein Lebensraum, sie kann ihm als eine gewaltige medizinische und soziale Ressource dienen. Menschliche Gesundheit, gutes menschliches Zusammenleben und die Bewahrung der Natur stehen in einem Dreiecksverhältnis der Gegenseitigkeit“, fasst Joachim Bauer zusammen (a.a.O., 150). Wie lässt sich diese Botschaft künstlerisch-kreativ ausdrücken?


  13. Sommerakademie Salzburg 2021Sophie Goltz gab im ORF-Interview einen Einblick in die Arbeit an der Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg. Unter anderem in die Auswahl des Materials im Freiluft-Atelier Steinbruch am Untersberg, in die vorsorgliche Auswahl der Form der Materials je nach Intention, welche Skulpturen entstehen sollen und vieles mehr. Polyästhetische Bildung nahm den Kontakt zu Direktorin Sophie Goltz auf, um künstlerische Ideen für die Projekte Jugendlicher im Rahmen "In den Künsten zeigen, wie Natur berührt" zu sammeln. 

  14. SUPERFLUX_MAKDie Künstlergruppe SUPERFLUX hat im Wiener MAK 100 verkohlte Bäume und im Inneren des Gevierts eine grün sprießende Pflanzeninsel installiert. Im ORF-Bericht -> Beispiel Superflux: Die Klimafrage als Erlebnis - news.ORF.at lesen wir als Botschaft von SUPERFLUX: „Wir müssen uns selbst und die Art, wie wir die Natur sehen, komplett ändern“. - Ja, stimmt. Der Satz "verkohlte Bäume liegen jenseits von Wahrscheinlichkeiten" aus dem Bericht wäre mittlerweile bitte auch zu widerrufen. Vielleicht hat die Natur wenigstens im Museum noch Überlebenschancen? - Wir gratulieren zu diesem Anstoß und laden ein, dem kreativ nachzueifern.[Wir sind in Kontakt mit SUPERFLUX und verfügen auch über weitere Bilder. Hier der Link zur -> Ausstellung im MAK]

  15. Netz des Lebens – Kreisläufe – Sonnenenergie, als Impulse für künstlerische Ideen und Ausdruck.

    Steindl-Rast CoverFritjof Capra prägte den Begriff „Ecoliteracy“. Natur arbeite nach den drei Grundprinzipien Vernetzung, Wiederverwertung und Abhängigkeit von Sonnenenergie. Der Benediktinermönch und Mystiker David Steindl-Rast zitiert den Physiker und Systemtheoretiker: „Die grundlegende Organisationsgestalt des Lebens ist das Netzwerk. Materie kreist beständig durch das Netz des Lebens. Alle ökologischen Kreisläufe werden durch … Sonnenenergie aufrechterhalten.“

    Darauf folgert Steindl-Rast: „Im Sinn von Ecoliteracy ökobewusst werden, ist heute die dringendste Aufgabe für die Menschheit. Unser Überleben als Spezies hängt davon ab, dass wir uns für die Gestaltung unsrer Gemeinschaften, unsrer sozialen Einrichtungen und unsrer Technologien die Natur zum Vorbild nehmen. Das Training unseres Ökobewusstseins wird uns zunächst intellektuelle Einsichten vermitteln, muss aber auch unsren Willen und unsre Emotionen einbeziehen. Das erfordert, dass wir uns über die Natur und ihre Lebensprinzipien gut informieren. Informationen müssen jedoch zum Handeln führen, und dies kann nur durchwilligen und entschlossenen persönlichen Einsatz erreicht werden. […] Persönliches und gesellschaftliches Leben kann nur gedeihen, wenn es sich einstimmt auf die Harmonie des Lebens und der Natur – die Alternative ist Selbstzerstörung.“ (Steindl-Rast, David: Orientierung finden. Schlüsselworte für ein erfülltes Leben. Innsbruck, 2021, S. 50 f.)

  16. AtemtherapieDem "Erfahrbaren Atem" als natürlichem Phänomen nachspüren helfen die atemtherapeutischen Übungen von Ingrid Sitzenstuhl. Aufbauend auf die Atemschule nach Ilse Middendorf leitet die Atemtherapeutin zu tieferer Selbsterfahrung an. Wir waren beim Workshop am Int. Polyaisthesis Symposium 2020 dabei und können weiterführende Information geben und den Kontakt herstellen.




  17. Im September-Newsletter beschreibt Manu Delago sein jüngstes Projekt: "When I decided to make an album incorporating the sound of our environment, it was pretty clear that I had to include the mighty element of water. I started by experimenting with various water percussion sounds recorded with an underwater microphone but I soon realised that the track needed a visual component as well, so I invited the choreographer Cornelia Voglmayr to work on ‘Liquid Hands’ with me. Our aim was to create a musical interplay between nature and humans in which the sound of water is featured but also visibly compelling."
    Delagos kurzes -> Video "Liquid Hands" mag inspirieren. Wir denken, dass die kreative Gestaltung von "Wassermusiken" ein sehr ergiebiges Feld ist. Dabei die Muster von Klanguntermalung verlassen und eine "liquide" Klangwelt zu schaffen, macht die Sache richtig reizvoll, wie auch bereits Gerhard Laber im oben angeführten Beitrag zeigte.  

  18. Wir sind in einen interessanten Dialog mit Professor Walter Ötsch eingestiegen. Der u.a. an der deutschen Cusanus-Hochschule lehrende Ökonom beforscht aktuell Fragen der Imagination aus aktueller wie aus historischer Sicht. Wie nahmen die Menschen des frühen Mittelalters die Welt wahr? Welche Berührtheit von Natur sich damit verbindet, hoffen wir bald berichten zu können. Spannend klingt es schon jetzt.

  19. StalltänzeDie Grenzverläufe zwischen bäuerlicher Naturkonfrontation und landwirtschaftlicher Kulturarbeit thematisiert die Klarinettistin und Perfomerin Barbara Maria Neu in ihrem Projekt "Stalltänze". Daraus entstehen dialogische Korrespondenzen zwischen künstlerischen Klangaktionen und "natürlichem Verhalten" des gewählten Umfelds. Zurzeit wird die Performance am BORG Mittersill im Rahmen des Komponist*innenforums gezeigt. Ein kurzes -> Bühnenvideo und ein -> Trailer sind über ihre -> Webseite/Stalltänze aufrufbar.