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Interkulturelle, internationale Fachtagung am 12. und 13. 11. 2021 an der Fachhochschule Nordrhein­ Westfalen Köln:

Was die Sinne berührt.
Ressourcen der Sinneserfahrung für ästhetische Bildung im Vergleich von Museumsbesuch und Naturerfahrung.

Gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung plant die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen an ihrem Standort Köln eine zweitägige Fachtagung.

Ob die Natur oder die Künste, beides berührt den Menschen oft intensiv und nachhaltig. Die intensiven Eindrücke festigen sich bleibend. Den Geheimnissen um diese ästhetischen Berührungen gehen Studierende und Expert*innen in den beiden Tagen nach.

Erfahren und Darstellen, Wahrnehmung und Ausdruck sind die komplementär zu verstehenden Handlungsbereiche der Polyästhetik. Die Reflexion aus weiteren Perspektiven kann zu vertiefter, ästhetischer Wahrnehmung führen. Die Polyästhetik bezeichnet dieses Ereignis und Phänomen als „Mehrwahrnehmung“.

Die Teilnahme an der Tagung ist vor Ort möglich, soweit Plätze verfügbar sind. Online ist die Teilnahme unbeschränkt. Eine Anmeldung ist obligat.
Information und Anmeldung über das Kontaktformular dieser Webseite.

 

Die Tagung erfolgt unter wissenschaftlicher Begleitung:

Forschungsfragen

Von welchen Erfahrungen sinnlicher Berührtheit berichten Studierende, die in Projekten „Erstbesuch mit einer Gruppe Jugendlicher in einem Museum“ oder in Projekten zu „In den Künsten (kreativ-eigenproduktiv) zeigen, wie Natur berührt“ gearbeitet haben?

Welche Übereinstimmungen und Unterschiede lassen die Rückmeldungen der beteiligten Studierenden aus den beiden Ansätzen Museum und Natur erkennen? Was lässt sich daraus folgern?

Je nach Arbeitsverlauf wählen die Teilnehmenden aus weiteren Forschungsfragen:

Unterscheiden sich die Erfahrungsrückmeldungen sinnlicher Berührtheit zwischen jungen Menschen mit Beeinträchtigungen und solchen ohne Beeinträchtigungen; wenn ja, wie?

Hat sich an der Frage, was die Sinne berührt (hellhörig macht, aufblicken lässt, hineinzuschnuppern verleitet….) seit den Distanzverordnungen durch die Corona-Pandemie etwas gewandelt? Wenn ja, wie lässt es sich beschreiben?

Im Fall einer Kommunikation mit den Museumspädagog*innen im Nachhinein: Inwieweit korrespondieren die Rückmeldungen der beteiligten Studierenden aus den „Museumsgruppen“ mit den pädagogischen Intentionen der besuchten Museen?

 

Tagungsdesign:

Ein Teil der Gruppen widmet sich dem ergiebigen Thema „Museumsbesuche als Ressource ästhetischer Erfahrung“. Menschen mit Beeinträchtigungen diesen Zugang zu erschließen, ist das spezielle Planungsdesign dieser Gruppen. In ihren Gruppenworkshops diskutieren sie an der Tagung im Beisein aller Teilnehmer*innen „Was vermochte die Besucher*innen in welcher Weise zu berühren?“

Die Studierenden der anderen Gruppen präsentieren in Workshops an der Tagung im Beisein aller Teilnehmer*innen ihre künstlerisch-kreativen Arbeiten und resümieren „Was hat uns an Naturerfahrungen in besonderer Weise berührt und wie konnten wir das künstlerisch darstellen?“

Unter internationaler Beteiligung interessieren die Schlussfolgerungen verschiedenster kultureller Provenienz und interkulturelle Vergleiche. Referate und Statements einer internationalen Gruppe von Expert*innen ergänzen das Programm.

Die Erfahrungen und Ergebnisse sollen als Grundlage dienen, aus den Perspektiven der professionellen Arbeit in sozialen Berufen und weiterer beruflicher Metiers die Frage zu beantworten „Was vermag der Umgang mit Kunst zu bewirken?“

 

Planungsstand 1. August 2021, Änderungen vorbehalten.